Wert und Wertethik

Der Wertbegriff findet heute in der Umgangssprache, der Politik, aber auch in der Philosophie und Theologie einen vielseitigen und uneinheitlichen Gebrauch. Was genau die Rede von Werten meint, ist klärungsbedürftig. In einer ersten Annäherung können Werte als bewusste oder unbewusste Leitvorstellungen und Orientierungsmuster des Handelns von Individuen oder Gruppen bestimmt werden (vgl. Horn 2008: 344).

Utilitarismus

Als Begründer eines elementaren Utilitarismus gilt der griechische Philosoph Epikur (341–271/70 v. Chr.). Seine philosophische Schule entwickelte sich parallel zur Stoa und stellte im Gegensatz zur Fokussierung auf den Geist die Körperlichkeit in den Mittelpunkt. Dies führte zum oben genannten Vorwurf des Hedonismus. Diese Streitigkeit setzte sich im römischen Epikureismus des ersten vorchristlichen Jahrhunderts fort. Grundlegend für die damalige Sittenlehre war die Orientierung an der "Sitte der Vorfahren" (lat. mos maiorum).

Ethik des Journalismus

Die Ethik des Journalismus, oder auch journalistische Berufsethik, ist ein Teilbereich der umfassenderen Medienethik, teilweise geht sie jedoch darin auf: "Wenn von Medienethik die Rede ist, dann ist damit in der überwiegenden Zahl der Fälle journalistische Ethik gemeint." (Schicha 2010: 258). In der Tat bestehen zu anderen Teilbereichen der Medienethik enge Überschneidungen: etwa zur Bildethik, bezogen auf den Foto- und TV-Journalismus oder zur Unternehmensethik im Bereich der Massenmedien.

Pflichtenethik

Die ethische Theoriebildung gliedert sich Schleiermacher zufolge in drei komplementäre Begriffe: die Pflicht als Handlungsregulation, die Tugend als Handlungsvermögen und die Güter als Handlungsziele (vgl. Schleiermacher 1927: 550f.). Die jeweiligen Begriffe basieren auf einer bereits unterschiedlichen ethischen Fragestellung.